Sirens in the press


Sirenen ohne  Odysseus

... Jenny Weisgerber, junges Talent, angenehme Stimme, gute Songs – Joni-Mitchell-Schule. K.C. McKanzie orientiert sich an Gillian Welch, im roten 50er-Jahre-Kleidchen, Pony und Pferdeschwanz zu Apalachischer Prenzlauer-Bergmusik. Wir sind in der Wabe beim Festival Sirens Of Berlin. Das Musikerpaar Doreen und Maik Wolter, das seit Jahren mit Veranstaltungsreihen wie „Bluebird Café“ und „Acoustic Invitation“ die Berliner Singer-Songwriter-Szene belebt, hat eine CD produziert: „Sirens Of Berlin“ versammelt 17 Aufnahmen von Berliner Songwriterinnen. Zum Album nun die Party. ...
Ein konzentriertes Publikum feiert begeistert filigranes Fingerpicking oder simpleres Schrammeln. Kerstin Blodig, die funkig funkelnd auf ihrer Akustikgitarre täppt und släppt, und Flageoletts klingeln lässt. Bejubelt werden Chanson, Varieté und schlagerige Darbietungen, die auch Chancen hätten auf einen Platz beim Eurovisionswettsingen. Die fröhlichen „Shevettes“ klingen wie Mamas ohne Papas, und sehen dabei aus wie Kunsthippies aus einem Musical. Kat Balloun pustet eine kesse Harmonica und Hattie St. John gospelt dazu. Und Stephanie Forryan aus Massachusetts erinnert stilistisch an Heather Nova und ist vielleicht die Entdeckung des Abends. 
H.P. Daniels (Der Tagesspiegel, 12.06.2005)

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