Sirens in the press


AVIVA-BERLIN.de im Juli 2005:
Sirens of Berlin
Brigita Bosotin

17 Berliner Künstlerinnen interpretieren diverse Musikstile - Rock, Pop, Chanson und vieles mehr. Mit dabei sind Sängerinnen wie Scarlett´O, Jenny Weisberger, Kerstin Blodig und Jeanette Hubert. 


Sirenen wird nachgesagt, sie würden durch ihren Gesang Seefahrer an die Klippen locken, um sie dort zerschellen zu lassen. Aber dieser Gefahr kann man sich bei dieser CD ruhig aussetzen, da weit und breit keine in Sicht sind.

17 Berliner Künstlerinnen internationaler Herkunft haben sich zusammen getan, um ihre Musik auf einer CD zu präsentieren. Die Idee zu diesem Tonträger entstand aus der erfolgreichen Konzertreihe - "Women in Concert", ‚Frauen im Konzert´ Teil einer Veranstaltungsreihe, die von Maik und Doreen Wolter aus dem Projekt Bluebird Café heraus initiiert wird. Bereits seit sieben Jahren performen hier lokale MusikerInnen. Unter anderem singen: Kerstin Blodig, Caró, Indijana und C.C. Adams von Liebe, Trauer und Lust. Scarlett ´O, ehemaliges Gründungsmitglied von Wacholder, möchte mit ihrem Matrosen eine Nacht verbringen und fordert ihn auf: "Komm, Matrose!". Und Pam Bethke nervt "Diese Stille". 
Im beigefügten, informativen Booklet findet sich allerlei Interessantes zu den Künstlerinnen. 

Vielfältigkeit wird auf diesem Sampler groß geschrieben, ob Pop, Folk oder Chanson fast alle Musikstile sind auf diesem Album vertreten. Die Mannigfaltigkeit setzt sich in den Sprachen fort, gesungen wird in Französisch, Norwegisch, Deutsch und Englisch. Überwiegend entstammen die Musikerinnen der Singer/Songwriter-Szene

Die Künstlerinnen zeigen die ganze Bandbreite akustischer Musik und verbinden die einzelne Elemente spielerisch. Die Musik ist ruhig und eher melancholisch, alle Stücke reihen sich ein in eine gedämpfte Grundstimmung. Die Stimmen sind gut, die Melodien professionell komponiert, hinterlassen aber keinen bleibenden Eindruck. Die Songs erinnern an schon da gewesenes, haben aber dennoch ihren eigenen Charakter. Die Stimmung muss stimmen, sonst verfällt man in Lethargie und Traurigkeit. Zuviel Melancholie, zu viel Geplätscher. Schade ist, dass verpasst wurde, auch einige Mid- oder Uptempo-Nummern einzuflechten. An sich gefällt die CD, aber leider bleibt der Gedanke, dass doch noch etwas fehlt. 

AVIVA-Tipp: Bei Compilations ist das immer so eine Sache, es gibt Songs, die gefallen einem sehr und es gibt Songs die möchte man löschen. Dennoch ist den HerausgeberInnen eine gefällige Mischung ruhiger Musik von Berliner Künstlerinnen gelungen. 

 

 

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